Desinformation und KI
Um praxisrelevante und offene Fragen zum Gegenstandsbereich zu erfassen, wurde im Frühling 2025 eine Bedarfserhebung unter 37 zivilgesellschaftlichen Organisationen durchgeführt. Die Ergebnisse sind der Ausgangspunkt für die Recherchen, die im Frühjahr und Sommer 2025 durchgeführt wurden. Diese umfassten den nationalen wie auch internationalen Forschungsstand – und zwar interdisziplinär.
Viele Studien zu Wahrnehmung, Einstellung und Befähigung der Menschen im Umgang mit Medienphänomenen wie Desinformation und KI beziehen sich auf Erwachsene. Für die pädagogische Arbeit sind Erkenntnisse zu jungen Menschen als besonders vulnerabler Gruppe jedoch mindestens genauso relevant. Daher wurden explizit auch Studien einbezogen, die Auskunft über Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene geben. Die entsprechenden Abschnitte sind gesondert ausgewiesen.
Einschränkend und der Transparenz halber sei betont, dass für die Auswahl der folgenden Studien keine der für Metastudien oder systematische Übersichtsarbeiten obligatorischen, methodisch standardisierten Verfahren zum Einsatz kamen. Entsprechend wurden auch keine Ausschlusskriterien oder formalen Gewichtungen vorgenommen. Wo solche Übersichtsarbeiten jedoch vorlagen, wurde nach Möglichkeit an sie angeknüpft. Aufgrund der hohen technologischen Dynamik sowie der fortlaufenden regulatorischen Entwicklungen müssen die vorliegenden Erkenntnisse stets im zeitlichen Kontext gelesen werden. Eine kontinuierliche Aktualisierung auf Basis neuer Studien ist vorgesehen und wird entsprechend mit Zeitstempeln kenntlich gemacht.
Dieser Atlas entstand im Rahmen von toneshift – Netzwerk gegen Hass im Netz und Desinformation. toneshift wird im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie Leben!« durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Die Inhalte wurden durch das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) und die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) erstellt. Für inhaltliche Aussagen und Meinungsäußerungen tragen die Publizierenden dieser Veröffentlichung die Verantwortung.